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Nutzhanfanbau in Deutschland erreicht 2024 neuen Rekord: Über 7.000 Hektar Anbaufläche
Der Nutzhanfanbau in Deutschland erlebt einen bemerkenswerten Aufschwung. Im Jahr 2024 wurde mit einer Anbaufläche von 7.116 Hektar ein neuer Rekord erreicht. Dies entspricht einem Zuwachs von 1.282 Hektar im Vergleich zum Vorjahr und übertrifft den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2022 um 2,5 Prozent.
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Entwicklung des Nutzhanfanbaus
Der Anbau von Nutzhanf hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht. Seit dem Tiefpunkt im Jahr 2012, als nur 424 Hektar angebaut wurden, ist die Anbaufläche um das fast Siebzehnfache gewachsen. Dieser Anstieg zeigt das wachsende Interesse an dieser vielseitigen Nutzpflanze.
Der Nutzhanfanbau in Deutschland erreicht 2024 mit einer Fläche von 7.116 Hektar einen neuen Höchststand, ein Anstieg von 1.282 Hektar gegenüber dem Vorjahr. Dies markiert eine 2,5-prozentige Steigerung im Vergleich zum bisherigen Rekord von 2022. Im Gegensatz dazu ist die Zahl der Betriebe, die Nutzhanf anbauen, auf 623 gesunken – 40 weniger als 2023, was auf eine zunehmende Konzentration des Anbaus hindeutet. Durchschnittlich bewirtschaftet nun jeder Betrieb etwa elf Hektar Nutzhanffläche, wobei die größten Anbauflächen pro Betrieb in Brandenburg (38 Hektar), Sachsen-Anhalt (32 Hektar) und Thüringen (22 Hektar) liegen.
Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zeigt, dass Niedersachsen (1.771 Hektar), Brandenburg (1.477 Hektar) und Sachsen-Anhalt (1.046 Hektar) die größten Anbauflächen aufweisen. Damit bleibt Niedersachsen führend, während Bundesländer wie Berlin und das Saarland mit jeweils nur einem Hektar kaum eine Rolle spielen. In Bremen und Hamburg ist kein Anbau verzeichnet.
Betriebe und durchschnittliche Anbaufläche
Im Jahr 2024 beträgt die gesamte Anbaufläche für Nutzhanf in Deutschland 7.116 Hektar, und diese ist auf die Bundesländer wie folgt verteilt:
– Baden-Württemberg: 299 Hektar (68 Betriebe)
– Bayern: 576 Hektar (122 Betriebe)
– Berlin: 1 Hektar (1 Betrieb)
– Brandenburg: 1.477 Hektar (39 Betriebe)
– Hessen: 200 Hektar (33 Betriebe)
– Mecklenburg-Vorpommern: 257 Hektar (15 Betriebe)
– Niedersachsen: 1.771 Hektar (167 Betriebe)
– Nordrhein-Westfalen: 431 Hektar (70 Betriebe)
– Rheinland-Pfalz: 69 Hektar (14 Betriebe)
– Saarland: 1 Hektar (1 Betrieb)
– Sachsen: 345 Hektar (22 Betriebe)
– Sachsen-Anhalt: 1.046 Hektar (33 Betriebe)
– Schleswig-Holstein: 101 Hektar (13 Betriebe)
– Thüringen: 542 Hektar (25 Betriebe)
– Bremen, Hamburg: keine Anbauflächen.
Die Gesamtfläche ist ein Rekordhoch und um 1.282 Hektar gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Dies ist ein Zeichen des wachsenden Interesses an Nutzhanf, der vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bietet, von Textilien und Papier bis hin zu Baumaterialien und Lebensmitteln
Interessanterweise ist die Anzahl der Betriebe, die Nutzhanf anbauen, auf 623 gesunken, was einem Rückgang von 40 Betrieben im Vergleich zu 2023 entspricht. Trotz dieses Rückgangs hat sich die durchschnittliche Anbaufläche pro Betrieb erhöht. Jeder Betrieb baut nun im Durchschnitt etwa elf Hektar Nutzhanf an.
Die größten Anbauflächen pro Betrieb finden sich in:
– Brandenburg: 38 Hektar
– Sachsen-Anhalt: 32 Hektar
– Thüringen: 22 Hektar
Rechtliche Rahmenbedingungen
Seit 1996 darf in Deutschland wieder Nutzhanf angebaut werden, allerdings nur Sorten mit einem THC-Gehalt unter 0,3 Prozent.
Der Tiefpunkt wurde 2012 mit nur 424 Hektar erreicht, als die EU-Verarbeitungsbeihilfe entfiel.
Seitdem verzeichnet Nutzhanf einen bemerkenswerten Aufschwung: Die Anbaufläche wuchs um das fast Siebzehnfache. Grund hierfür ist das wachsende Interesse an den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Pflanze, die als Rohstoff in Textilien, Papier, Dämmstoffen, Lebensmitteln und sogar in der Medizin genutzt wird.
Potenzial und Verwendung von Nutzhanf
Nutzhanf zeichnet sich durch seine Anspruchslosigkeit im Anbau und seine vielseitige Verwendbarkeit aus. Die Pflanze kann für verschiedene Zwecke genutzt werden, darunter:
– Textilien
– Papier
– Dämmstoffe
– Lebensmittel
– Medizinische Produkte
Zukunftsaussichten
Die Bundesregierung plant, die Rahmenbedingungen für den Nutzhanfanbau weiter zu verbessern. Ein kürzlich verabschiedeter Gesetzentwurf sieht vor, die Anbaumöglichkeiten zu erweitern und mehr Rechtssicherheit für Landwirte zu schaffen.
Trotz des beeindruckenden Wachstums bleibt Nutzhanf im Vergleich zu anderen Kulturen wie Weizen (2,7 Millionen Hektar Anbaufläche) eine Nischenkultur. Dennoch zeigt die positive Entwicklung das große Potenzial dieser Pflanze für die deutsche Landwirtschaft.
Der Nutzhanfanbau in Deutschland steht vor spannenden Zeiten. Mit der geplanten Legalisierung von THC-haltigem Cannabis könnte es in Zukunft zu einer weiteren Ausdehnung des Hanfanbaus kommen. Dies könnte neue Chancen für Landwirte eröffnen und die Bedeutung von Hanf als nachhaltige und vielseitige Nutzpflanze weiter stärken.
Quelle:
– BLE
– Landwirtschaft.de
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eMail: m.fischer@deutsches-hanfblatt.de
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