Medizinische Cannabisernte auf legaler Anbaufarm fast erntereif

Cannabis Social Club Minga: Erste offizielle Absage für legalen Anbau in Bayern

🚨 Cannabis-Anbau in Bayern: Verein Minga scheitert an Behörden! 🚨 Die erste Entscheidung zu Cannabis-Anbau in Bayern fiel negativ aus. Der Cannabis Social Club Minga erhielt eine Absage vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Die Behörde fordert, dass alle Mitglieder aktiv am Anbau beteiligt sein müssen – eine Forderung, die der Verein als unrealistisch zurückweist.
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Cannabis-Legalisierung – doch in Bayern gestaltet sich die Umsetzung besonders schwierig. Der Cannabis Social Club Minga e.V. in München hat als erster Verein in Bayern eine offizielle Ablehnung für den legalen Anbau von Cannabis erhalten.

München – Ein Münchner Cannabis Social Club wollte Cannabis legal anbauen, doch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) verwehrte die Genehmigung. Der Verein Minga kritisiert die Entscheidung als „bodenlose Frechheit“ und plant rechtliche Schritte. Die Behörde fordert, dass alle Mitglieder aktiv am Anbau beteiligt sein müssen – eine Forderung, die der Verein als unrealistisch zurückweist.

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Erste Entscheidung zu Cannabis-Anbau in Bayern

Die erste Entscheidung zu einer Cannabis-Anbau-Genehmigung in Bayern ist gefallen, und sie fiel negativ aus. Der Cannabis Social Club Minga hat vergangene Woche offiziell eine Absage vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) erhalten. Der Verein, der den legalen, gemeinschaftlichen Eigenanbau von Cannabis ermöglichen wollte, scheitert laut Behörde an den Anforderungen des neuen Konsumcannabisgesetzes.

Behörde fordert direkten Anbau durch alle Mitglieder

Die Behörde begründet ihre Entscheidung unter anderem damit, dass alle Mitglieder des Vereins „aktiv und eigenhändig“ am Anbau beteiligt sein müssen. Ausnahmen, etwa für administrative Tätigkeiten oder Einschränkungen durch Behinderungen, wie sie die Vereinssatzung vorsieht, akzeptiert die Behörde demnach nicht. Zusätzlich wird dem Vereinsvorstand mangelnde „Zuverlässigkeit“ vorgeworfen, da die Satzung diese Verpflichtung nicht ausreichend sicherstelle.

Verein Minga kritisiert Entscheidung als „bodenlose Frechheit“

Erdinc Tuncer, Vorstandsvorsitzender des Vereins, spricht gegenüber der Süddeutschen Zeitung von einer „bodenlosen Frechheit“. „Wir haben alle Anforderungen erfüllt und wurden dennoch abgelehnt – das war von Anfang an geplant“, so Tuncer. Die Formulierung der Satzung sei nach Tuncers Angaben mit einem Mitarbeiter des Cannabisgesetz-Stabs abgestimmt gewesen. Zudem habe der Verein, der bereits 35.000 Euro in das Projekt investierte, vor der Absage mehrfach versucht, Klärung mit der Behörde zu schaffen. „Wir haben 17 Mails geschickt und keine Antwort erhalten.

Alternative Beiträge für Mitglieder mit Behinderungen

Auch die Forderung des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), dass jedes Mitglied direkt an den Pflanzen arbeiten müsse, stößt bei Tuncer auf Unverständnis. „Das ist schlicht nicht realistisch„, erklärt er im Bericht der SZ. „Wir haben Mitglieder mit Asthma, die sich gar nicht lange in einer Produktionsstätte aufhalten können, und andere mit körperlichen Behinderungen, für die direkte Arbeit an Pflanzen unmöglich ist.“ Aus diesem Grund habe der Verein in seiner Satzung ausdrücklich alternative Beiträge wie administrative Tätigkeiten vorgesehen.

Weitere Anträge in Prüfung

Derzeit liegen beim LGL insgesamt 28 weitere Anträge von Anbauvereinen aus ganz Bayern zur Prüfung vor. Über deren Genehmigung wurde noch nicht entschieden. Tuncer kündigt rechtliche Schritte an: „Wir geben nicht auf. Wir kämpfen weiter.

Quellen:
Süddeutsche.de
CSC Minga

Titelbild:
– AdobeStock


Autor

Autor: Michael Fischer   
eMail: m.fischer@deutsches-hanfblatt.de

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